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Mauerweglauf Berlin 2017

13.08.2017

Mein Renn-Bericht zum 6. Berliner Mauerlauf über 100 Meilen (161,77 km)

Adidas Ultra Boost. 14 bis 20°C. Bedeckt/ Regen. 58,5 kg. Was ein Abenteuer! Absolut geiler Wettkampf. Organisation, historischer Hintergrund nicht zu toppen. Mein Körper ist total am Ende, aber nichts Schlimmes. Ein unglaublich gutes Gefühl wächst in mir, dass ich diese Tortur geschafft habe. Start 12. August 2017, 6 Uhr. Von Anfang an, war mir bei jedem Schritt bewusst, dass hier auf dieser Strecke schon sehr, sehr  viel deutsche Geschichte geschrieben wurde. Ich habe versucht alles aufzusaugen. Bei schön lockerem Laufen konnte ich mich viel mit anderen Läufern unterhalten. So plätscherten die ersten 30 km dahin und mir ging es sehr gut. Immer wieder ging es vorbei an Seen und durch Wälder. Kopfsteinpflaster, Waldwege und Asphalt im ständigen Wechsel. Dieser Teil ist eine tolle Landschaftsstrecke. Sehr oft hielt ich kurz an um die Steele eines weiteres Maueropfers zu betrachten. Sogar kleine Kinder dabei. Sehr traurig. Ab km 40 setzte starker Regen ein, und wollte nicht mehr aufhören, gar nicht mein Ding, ich brauche Sonne! Nach km 65 wurde mir an jeder Verpflegungsstelle übel und schwindlig, so dass ich nichts mehr essen konnte. Ich beschränkte mich nun auf ein paar Salzstangen und Wasser. Mein moderates Tempo musste ich weiter reduzieren. Überholt wurde ich trotzdem kaum. Ab km 75 nahte meine Rettung durch Radbegleiter Mario. Seine super Betreuung gab mir wieder Mut. Ab km 100 war die Übelkeit weg. Meine Beine jedoch schwer wie Beton. Gels, Banen usw. blieben nicht bei mir. Bei km 103 puschte mich noch einmal unser Betreuer-Team. Km 110 wurde es dunkel, gar kein gutes Gefühl, völlig fertig durch unbekannte Wälder zu laufen. Ab km 115 wollte und konnte ich nicht mehr Laufen. Starke Zweifel überkamen mich. Körperlich und mental am Ende. Nach 3 km langsamen Gehen tat selbst das weh. Ich verfiel in einen leichten Schlappschritt im Wechsel mit Gehen. Die Schmerzen im ganzen Körper wurden fast unerträglich. Ein unglaublicher mentaler Kampf begann. Durch einen lieben Anruf meiner Frau Jule und das Erreichen der Berliner Stadtgrenze bei km 123 bekam ich jedoch plötzlich wieder ein Hoch und konnte Laufen! Wie im Flow ging es weiter. Eine Partymeile in Neukölln um 3 Uhr nachts mit tausenden Menschen, Potsdamer Platz, Checkpoint Charly, Brandenburger Tor... alles kommt mir jetzt wie ein Traum vor. Ich lief halb in Trance und war gefühlt nur am Überholen anderer Läufer, trotz sehr moderatem Tempo. Jeder musste halt Tribut zollen. Endlich im Ziel bejubelten meine Freunde Henrik, Constanze, Kerstin und Renate meinen Einlauf am 13.August 2017 um 05:31:50 Uhr! Übrigens auf den Tag genau 66 Jahre nach dem Bau der Mauer. Sie waren für mich wach geblieben! Danke, dass ihr auf mich so lange gewartet habt. Unendlich dankbar und erlöst nahm ich das Finisher-T-Shirt entgegen. Die Zeit 23:31:50 h d.h. Aufnahme in den Sub 24 h- 100 Meilen- Club und den Ehren-Buckle, der Ritterschlag für einen 100 Meilen-Läufer! Geträumt habe ich davon, aber es wartet? Nein ganz sicher nicht. Ohne meinen Freund, Arbeitskollegen und Radbegleiter über 15 h, Mario Stiebing (SC Neuenstein) hätte ich das nie und nimmer geschafft. Meinen herzlichen Dank dafür. Für mich wird dieser 100 Meiler eine unvergessene Erinnerung bleiben.

Von eurem Lebensläufer Lutz Bauer

Kassel/Berlin. HNA Lokallsport 14.08.2017  Bericht von Jens Nähler

In einem stark besetzten Feld schafften es fünf Sportler aus der Region beim Berliner Mauerweglauf über 100 Meilen ins Ziel. Die beste Zeit erzielte dabei Jens Nähler vom PSV Grün-Weiß Kassel, der den 161,9 km langen Lauf um das westliche Berlin als Siebter in 15:29:23 Stunden beendete.

Das ist die zwölftschnellste bisher gelaufene Zeit nach der nunmehr sechsten Auflage des Ultra-Events, das seit 2011 an den Mauerbau und die Opfer der einstigen Teilung der Stadt erinnert. Damit belegte Nähler am Samstag zugleich den vierten Platz der Altersklasse M40 (Lauf auf Strava, Webseite Ultralaufen.de).

Auch Lars Donath (ASFM Göttingen, 19:53:10 Stunden), Dirk Bandowski (LG Kaufungen, 20:30:33), Lutz Bauer (SC Neukirchen, 23:31:50) und Christoph Angenvoort (Laufteam Wolfhagen, 23:48:28) schafften den Lauf entlang der ehemaligen Berliner Mauer in der begehrten Zeit unter 24 Stunden.

Lantink siegt mit einer Stunde Vorsprung

Überlegener Sieger im Feld von 383 Einzelstartern war der Niederländer Jan-Albert Lantink in 13:39:56 Stunden – der zweitbesten je beim Mauerweglauf erzielten Zeit. Die Plätze 2 und 3 gingen an die Lokalmatadoren Sascha Dehling von der LG Mauerweg Berlin (14:37:35 Stunden) und Patrick Hösl (LG Ultralauf, 14:40:41 Stunden). Der Sieg bei den Frauen ging an Katrin Grieger aus Hamburg in 17:20:20 Stunden. Den größten Respekt aber erntete eine ganz andere Starterin: Die 77-jährige Sigrid Eichner von der LG Mauerweg schaffte es nach 28:13:28 Stunden ins Ziel – noch deutlich vor dem Zeitlimit von 30 Stunden.

Gedenken an Maueropfer

Bei Kilometer 10 gedachten alle Teilnehmer Dorit Schmiel, die 1962 bei einem Fluchtversuch ums Leben kam und der der Mauerweglauf in diesem Jahr gewidmet war. Dort, wo 1962 die tödlichen Schüsse fielen, stoppten alle Läufer und legten eine rote Rose nieder. Der frühere DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann mahnte als Schirmherr der Veranstaltung, dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte nicht zu vergessen.

Im nächsten Jahr werden die 100 Meilen von Berlin in die entgegengesetzte Richtung gelaufen. Start und Ziel ist der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark im Stadtteil Prenzlauer Berg.

Veranstalter: LG Mauerweg Berlin e.V.

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Vielen Dank an Papa Speiche für die Erstellung des Berichts.

letzte Änderung am 16.08.2017 um 16:47 Uhr