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Challenge Roth 2014

20.07.2014

Pünktlich zum 30- jährigen Geburtstag der Challenge ROTH am 20.07.2014 zeigte sich auch das Wetter am Rennwochenende von seiner sommerlichen Seite; bereits um 10:30 wurde die 30°C- Marke geknackt, mehr sollte folgen. Unter den mehr als 5000 Einzel- und Staffelteilnehmern befanden sich der ein odder andere Triathlon- VIP; um wirklich nur einige zu nennen: Timo Bracht, Yvonne van Vlerken, Nils Fommhold, Mirinda Carfrae, James Cunnama, Caroline Steffen, Dirk Bockel, Luke McKenzie, Julia Gajer, Rachel Joyce und viele weitere mehr. Dieses echte TOP Starterfeld wurde durch den Chef der Challenge ROTH persönlich, Felix Walchshöfer, komplettiert. Bei seiner persönlich dritten Langdistanz wollte er "seinen" Wettkampf aus Athleten- Sicht wahrnehmen und die Chance nutzen sich bei den Tausenden von Helfern persönlich zu bedanken. An der Strecke selbst halfen ca. 5000 Menschen, meist freiwillig bei der Organisation. Diese Zahl konnte nur noch durch den diesjährigen Zuschauerrekord von insgesamt 200.000 Menschen an den Strecken, allein mindestens 20.000 Leuten am Solarer Berg getopt werden. Neben den zahllosen Einzelschicksalen abseits der Strecken, von Hochzeiten, Altersrekorden, Heiratsanträgen, Familien und Kindern beim Zieleinlauf usw., was insgesamt für den doch familiären Charakter der Veranstaltung spricht, nun meine Geschichte:

Mein längster Tag des Jahres begann um 03:45 nach doch guten 5 Stunden durchwachsenem Schlaf in der Kaserne in Roth. Da der tagsüber gekaufte Joghurt die Hitze am Tage nicht überstanden hatte, fiel das Frühstück etwas bescheidender aus. (Müsli mit Wasser is bäh, deswegen: nein!!!)

04:30: Marschbeginn mit dem Auto in Richtung Schwimmstart. Pünktlich um 04:50 konnte ich mit meiner zum Helfer bestellten Freundin den 2,50 teuren zugewiesenen Parkplatz erreichen, so dass ich mit dem Öffnen der Wechselzone um 05:00 in Richtung meines vortags eingecheckten Rades betrat. Mein Platz befand sich taktisch klug ausgerichtet in unmittelbarer Nähe der 100.000 Dixi's. Es war so ziemlich der abgelegenste Platz für Einzelstarter. Zumindest war meine Freundin (jenseits des Bauzauns) nicht weit und ich hatte von Anfang an Betreuung. Letzte Checks am Rad: Luft, Essen, Trinken, Panne und raus aus der Zone.

06:30 war dann erster Start für die TOP 50 Männer, TOP 20 Frauen, Jubiläumsteilnehmer sowie schnelle AK- Athleten. Da mein Start um 07:40 noch gut eine Stunde hin war, konnte ich den Schwimmstart noch direkt und ohne viel eigene Aufregung (*hehe*) hautnah am Ufer miterleben. Unglaublich die Gänsehautatmosphäre am Main- Donau- Kanal. Überall jubelnde Menschen, Laola- Wellen für die Starter beim Einstieg ins Wasser, donnernde Musik,....

07:40: Beobachtet von tausenden Zuschauern vom Ufer, vom gegenüberliegenden Ufer, von der Kanalbrücke war es dann soweit: der Start in "meinen" Tag.

Dem allgemeinen Geschlage und Gewühle beim Wasserstart konnte ich weitenstgehend entgehen, so dass ich ziemlich schnell in meinen Rhythmus fand und mir in Ruhe gute orientierungshilfen suchen konnte. Ich kam überraschenderweise an die Spitzengruppe meiner Startgruppe heran und konnte mich dort auch etablieren, bis ich von links und rechts gleichzeitig in die Mangel genommen wurde. Nachdem ich den Kanal um eine Lungenfüllung Wasser beraubt hatte, brauchte ich eine Weile bis ich mich wieder gefangen hatte. Gerhard im Ohr: "Ruhig Junge, atmen, Rhythmus wieder finden und weiter, komm!!!! trieb ich eine gefühlte Ewigkeit auf dem Rücken bis ich den Worten Taten folgen ließ. Schnell wieder Rhythmus aufgenommen und weiter. Die 1. Schwimmwende kam und mit ihr das nächste Gedränge. Wachsamer und nahkampfbereit konnte ich problemlos wenden; 1500m waren geschafft. Wahnsinn was am Schwimmstart und auf der Brücke los ist; aus Wassersicht echt ein wenig geil!!! Respekt Frankenvolk!!!

400 Meter vor dem Ausstieg war ich stumpf und inzwischen auch abgebrüht genug nicht mehr nur Nehmerqualtäten im Nahkampf zu zeigen. Hab jetzt bestimmt ein paar englisch- sprachige (fluchende) Freunde mehr, ...., aber was soll's, war schließlich Notwehr.

Nach überraschenden 1:21 aus dem Wasser, ab auf's Rad. Alles schön nach Matchplan, wie man im Fußball so schön sagt, Beine finden, essen, Wasser aus den letzten Ritzen ablassen und auf geht's. Erste Runde ohne viel Druck zu machen "angerollt". Wind stand relativ flau, aber günstig über Greding. Die Ballerstrecke Thalmässing- Greding demnach nicht so schnell wie es hätte sein können. Neben den zahlreichen Stimmungsnestern präsentierte sich Thalmässing u.a. mit Helene Fischer (vom Band) in Gänsehaut- Manier. Die erste große Aufgabe lauerte dann in Greding: Stimmung pur, höchste Ansteckungsgefahr.

Da war es wieder: Gerhard's Stimme: "Kopf einschalten, es ist verdammt heiß, es ist Dein erster IM, du willst noch nen Marathon laufen!!!" Gut, also Druck raus, Puls beobachten, Stimmung genießen ohne Abzudrehen! Hinter Greding dann, mit flachem, günstigen Wind ging's bisl flotter weiter zum nächsten Highlight: Solarer Berg! Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie man das beschreiben kann, aber wenn man als Triathlet bei der Challenge das erste Mal in seinem Leben Solar hochfährt, ist das Emotion pur!!!! 20.000 Menschen in einer Gasse, die man sich selbst bahnen muss, aufgestellt, peitschen einen da den Berg hoch, WAHNSINN!!!! Wer das noch nicht gesehen hat, schaut euch unbedingt Bilder oder Videos an. Alp d'Huez lässt grüßen.

Aber ich bin ja nicht zum Spaß hier, sondern hab nen Auftrag zu erfüllen. Erste Runde durch: voll im Matchplan. Beine gut; hatte schonmal bessere, aber trotzdem gut. Mit Beginn der zweiten Runde hörte auch die leichte Brise auf zu wehen, und die Sonne brannte jetzt richtig über dem Asphalt. Der Fahrtwind fühlte sich nur noch an wie ein Fön. Weiter geht's! Ein zweites Mal Thalmässing (jetzt schneller, da windstill), ein zweites Mal Greding, absolut im grünen Bereich. Solarer Berg Teil 2: diesmal ließ ich es mir nicht nehmen den Berg hinter jemand anderem hochzurollen, sondern wollte selbst derjenige sein, der die Bresche in die Zuschauer schlägt. gesagt- getan, kurzer Antritt und vorne war ich! Absolutes Hochgefühl. Jetzt gilt es sich so langsam mental auf's Laufen vorzubereiten.

Nach 5:17 beendete ich meinen Radsplit; voll im Plan bei der Hitze. Raus aus den Radschuhen, rein in die Laufbotten, Schluck trinken und los geht's. Sehr gut angelaufen, hieß es nun schnell die Laufbeine und einen geeigneten Rhythmus zu finden, der mich meinem Ziel näher bringt. Bis hoch zum Kanal, km 1 bis 5 lief es echt gut, so dass ich ein immer besseres Gefühl für diesen Tag bekam. Ab km 5 fing jedoch der Magen an zu streiken, fühlte sich an wie ein Ballon, der sich immer weiter ausdehnt und ich bekam kaum mehr was rein. Also nahm ich (nicht unbedingt nur freiwillig) bisl Tempo raus, in der Hoffnung, dass ich das schon wieder geben würde. Ab km 10 wollte dann aber auch nix mehr drinbleiben, Magenkrämpfe sorgten dafür, dass ich alle paar hundert Meter in die (kaum vorhandenen) Büsche durfte. Dieser Zustand verbesserte sich kaum bis km 15, so dass ich ehrlich gesagt echt am Zweifeln war. Irgendwie konnte ich aber auch hier einen Rhythmus zwischen Laufen, Gehen und K*tzen finden, so dass es weiter ging. Auftrag war nunmehr: ankommen! Death before "Did not finish". Und die Stimme des Trainers natürlich.

Ab km 30 konnte ich auch wieder langsam trinken, was sich auch im Tempo positiv bemerkbar machte. Beine, Muskeln, Sehnen, Bänder hielten auch bis zum Zieleinlauf nach 11:31 durch.

Laufen war dann also nicht mehr im Matchplan, aber so sind Langdistanzen, Überraschungen gibt es immer und ganz rund scheint es wohl auch selten zu laufen. That's racing. Insofern bin ich natürlich glücklich über meine erste erfolgreich beendete Langdistanz- und das beim Jubiläumsrennen im Triathlonmekka ROTH.

Neben vielen Tausend anderen, schafften es aber vor allem zahlreiche Neukirchener an der Strecke mich weiter an mich glauben zu lassen. An dieser Stelle ein riesiges Kompliment und Tausend Dank an alle Neukirchener und sonstig Mitgereiste an der Strecke, aber auch am Ticker oder sonstwo, die ihre mentalen Kräfte haben spielen lassen. Allen voran möchte ich aber David Schultheis und Dirk Drumann danken, die mich unermüdlich bis zum Schluss unterstützt haben- ganz großes Kino.

 

Veranstalter: Challenge Roth

Externer Link zu den Ergebnissen

Norman Westphal Startnummer 2895

swim:   01:21:34

T1:      00:05:26

bike:    05:17:46

T2:      00:03:15

run:     04:43:44

GESAMTZEIT:     11:31:44

 

Staffel 1 - Michele Mele, Harald Manz, Marcel Mele Startnummer 4061

swim:   01:05:44

T1:      00:01:50

bike:    05:13:40

T2:      00:01:48

run:     03:09:06

GESAMTZEIT:     09:32:05

 

Staffel 2 - Peter Schembier, Lars Schultheis, Martin Pflüger Startnummer4215

swim:   01:05:37

T1:      00:02:15

bike:    05:50:03

T2:      00:01:18

run:     03:44:41

GESAMTZEIT:     10:43:53


Quelle: HNA.de







Vielen Dank an Norman Westphal für die Erstellung des Berichts.

letzte Änderung am 12.08.2014 um 10:56 Uhr

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